DIY : Deo mit Natron

Die Diskussion über Aluminium in den Deos hast Du sicherlich mitbekommen. 
Viele gängigen und gut funktionierende Deos enthalten diesen Stoff, der in Verdacht steht, Krebs zu erregen.
Was auf diese Nachricht folgte, kann man überall nachverfolgen:
Die Leute suchen missmutig nach einer Alternative. Denn das Deo, was seit langem GENAU das Passende war, ist auf einmal aus dem Rennen.

Bei mir sah das ähnlich aus. 
Ich stand stundenlang bei Rossmann vor dem Deoregal und las Kleingedrucktes.
Rausgekommen sind dann 4 verschiedene Varianten, die alle ganz ok waren – aber mich letztlich nicht überzeugt haben.

Dann haben wir (also der Herzensmann und ich) die absolut tollen Deocremes von Wolkenseifen getestet. Das war erstmal ein grosses AHA-Erlebnis!
Während der Herzensmann zufrieden war, kam ich mit dem Nässegefühl unter den Armen nicht zurecht. Ich fands einfach unangenehm.

So weit – so gut.
Während ich also immer mal wieder die Deos gewechselt habe und ich diese Unsicherheit beim Schwitzen (und ich sag Euch – bei Laufen schwitze ich gerade viel!) wirklich blöde fand, habe ich mal wieder ein wenig im WWW herumgewühlt.
Und da hats bei mir Klick gemacht!

Deocreme

Zutaten: Kokosöl, Stärke, Natron. Optional: reines Duftöl 

1 EL Kokosöl erwärmen und jeweils 1 EL Stärke und Natron einrühren. Wer möchte, gibt 5-10 Tropfen seines Lieblings-Duftöls mit dazu. Der Kokosduft ist aber so unaufdringlich, dass es nicht wirklich sein muss.
Darauf achten, dass sich das Natron gut auflöst und das Öl bitte nicht zu stark erhitzen (Kokosöl wird schon ab 25 Grad Raumtemperatur flüssig – daher reicht es auch, eine Schale davon kurz in die Sonne zu stellen)
Die Masse füllt Ihr in ein kleines nicht zu hohes Schraubglas ab und stellt sie in den Kühlschrank. 

Verwendung: mit dem Spatel oder dem Fingernagel eine kleine Menge von der Oberfläche abnehmen und unter den Achseln verteilen. Wichtig: evt. musst Du Deine Pflegeroutine etwas verändern und die Creme gleich zu Anfang auftragen (und gut einmassieren). So kann das Öl einziehen bis Ihr Euch anzieht. 
Ich habe zur Sicherheit nochmal mit einem Kosmetiktuch nachgetupft – aber da blieb eigentlich nichts Nenneswertes dran. 

Deolotion

Zutaten: Bodylotion, Natron

50 ml Bodylotion in ein höheres Gefäss geben und 1 TL Natron zufügen. Beides gut miteinander verquirlen (ich habe das mit diesem netten kleinen Milchaufschäumer gemacht – ging super!). Fertig.
Das Ganze in eine Flasche mit Pumpmechanismus abfüllen (ich hatte noch eine mit bedufteten Körperöl, welches nun eben leer war).
Hier benötigst Du nur eine erbsengrosse Menge, die Du wieder sorgsam einmassierst.
Da ich eine Repairlotion benutzt habe und die immer sehr schnell einzieht, gab es bei mir auch nix zu tupfen.

Deo-Spray

Zutaten: Gesichtswasser ohne Alkohol, Natron

Du nimmst einfach ein angenehmes Gesichtswasser – 100 ml davon gibst Du wieder in ein höheres Gefäss und fügst 1 TL Natron zu.
Dann verquirlst Du wieder beide Substanzen (hierbei setzt sich dann der Teil ab, der sich nicht mehr auflöst. Achtebitte auch auf die evt. Schaumentwicklung und pausiere mal ab und zu mit dem Quirlen.)
Wenn sich ein kleiner Bodensatz entwickelt hat und der Schaum weg ist, füllst Du das Ganze wieder in eine Sprühflasche. Achte darauf, dass der Bodensatz nicht mit rein kommt.

Jetzt hast Du ein Sprühdeo, was nicht aufgeschüttelt werden muss und trotzdem angenehm duftet. Dass der Duft auf Basis eines Gesichtswassers nicht den ganzen Tag hält, ist klar. Muss er auch nicht.
Ich finde es ganz angenehm, neutral unter den Achseln zu riechen, damit man noch ein Parfum benutzen kann.

So, das ist es also.
Die verschiedenen Varianten sind jetzt seit einer Woche im Testeinsatz. Mein Herzensmann ist von der Kokoscreme total begeistert und benutzt diese jetzt durchgehend.
Und ich bin einfach nur hin und weg, dass das mit dem Natron so gut klappt.
Ich habe lange herumgesucht und mich über die Eigenschaften von Natron informiert und muss sagen, dass ich dieses Pulver absolut unterschätzt habe.
Es ist absolut preiswert und überall zu bekommen. Die Deos kosten einen Bruchteil von dem, was wir vorher ausgegeben haben und die Herstellung ist wirklich easy.

Alles in allem kannst Du jetzt wählen zwischen einer pflegenden Deocreme in zwei Varianten und einem Sprühdeo, falls Dir die Deocreme/Lotion mal wegen engen Oberteilen unlieb ist.

Jetzt also mal ran an den Milchaufschäumer!

Bis bald,

 

Unbenannt

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anonym sagt:

    Hallo!
    Habe ein ähnliches Rezept mit kokosöl und natron bei schwatzkatz.de gefunden, hergestellt und bin begeistert. Nur jetzt wo es so warm ist verflüssigt sich das deo zu schnell (blöd auf reisen). Deshalb finde ich die Idee mit der bodylotion klasse! Wie ist dadudie Erfahrung? Hält es genauso gut wie die kokosöl-variante? Freue mich über Rückmeldung:-)

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  2. Wiebke sagt:

    Hallo zurück!
    Ich nehme seit längerer Zeit nur die Lotion-Version – mein Mann ist beim Öl geblieben.
    Wir sind beide sehr zufrieden und bisher haben beide Versionen den Hitze und Sportbelastungstest überstanden.
    Herzliche Grüsse!

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  3. Anonym sagt:

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Das ist ja großartig! Nimmst du eine Duftneutrale lotion?bzw welche nimmst du? Frage mich nämlich gerade ob die lotion + Schweiß nicht unangenehm riechen könnte?
    Werde es zu hause sofort ausprobieren! Vielen dank für diesen tollen Tipp!

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  4. Wiebke sagt:

    Ich gebs zu – ich mache das mit meiner Nivea-Lotion :O) Bisher war alles ok.

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