Minimalismus leben

am

Jetzt ist es genau ein Jahr her, seitdem wir unser neues Haus bezogen haben.

Anfangs hat mein Herzensmann allein in unserem ‚Mini-Haus‘ gewohnt und fühlte sich wie ein König im Palast.
Ein paar Monate später und mit dem Nachzug von 4 Menschen und zwei Hunden sah die Sache schon etwas anders aus.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen – die Verkleinerung auf 100 qm Wohnfläche war genau die richtige Entscheidung.
Wir haben unsere wohlgepflegte Komfortzone verlassen und sind jeden Tag damit konfrontiert, sie konstruktiv zu nutzen.

Denn unter uns Hausfrauen: 100 qm müllen eben auch wesentlich schneller zu als 230 qm und das verlangt von allen – aber insbesondere auch mir – ein strenges Auges für das, was wir wirklich benötigen.

Bis vor einem Jahr haben wir uns vor Neuanschaffungen keine Gedanken gemacht. Passt das? Wo stellen wir das im Winter unter? Brauchen wir das oder ist es einfach ’nice to have‘?
Wir waren unbeschwert, sorglos und ja, oft auch unüberlegt.
Heute sieht das anders aus.
Heute wird vieles nicht angeschafft, weil schlichtweg für nicht-essentielle Dinge kein Platz ist bzw. DER Platz, der da ist, frei gehalten werden soll.
Denn auch wenn wir mit 5 Personen in einem kleinen Haus leben, wollen wir, dass es hier hell, luftig und offen ist.

Herumliegende Sachen werden schnellstmöglichst in die einzelnen Zimmer verräumt, Flächen auf Schränken (die ja gerne mal als Ablagefläche für ‚Kleinscheiss‘ genutzt werden) freigehalten.
Sicher, wir leben hier nicht in einer permanenten Ausstellung und wo gelebt wird, fällt auch Unordnung an – aber hier greift EIN grosser Pluspunkt: wir BESITZEN einfach auch weniger, was herumliegen kann und das macht sich wirklich bemerkbar.

Sich EINMALIG für das Abwerfen von Ballast zu entscheiden ist die eine Sache.
Es danach aber auch weiter durchzuziehen und den sich selbst auferlegten Minimalismus zu leben und im Alltag durchzusetzen, die andere.

Hier zeigt sich, ob man wirklich bereit ist, ein anfängliches Projekt mit Leben zu füllen und es auch in ’schwachen Momenten‘ aufrechterhalten will.

Ein Jahr nach unserem Einzug sitzen wir oft als Familie zusammen und denken an ‚alte Zeiten‘. Je mehr wir dann über grosse Häuser und viel Platz nachdenken fällt uns eins auf:

Es bedarf nicht viel Platz um sich wie ein König zu fühlen. Es ist nur wichtig, mit wem man lebt und dass die Liebe ein Teil davon ist.

 

Bis bald,

Unbenannt

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